Junge Familie mit Schlüssel vor sanierungsbedürftigem Altbau – KfW-Förderung 308 Jung kauft Alt 2026

Als Finanzierungsmakler beobachte ich diese Veränderungen sehr genau, weil sie meinen Kunden bares Geld bringen können – oder kosten, wenn man zu lange wartet. In diesem Artikel fasse ich die wichtigsten Änderungen zusammen, erkläre was sie konkret für dich bedeuten und zeige dir, welche Fristen du unbedingt im Blick behalten solltest.

KfW-Programm 297/298 (Klimafreundlicher Neubau EH55): Das Auslaufen naht

Eine der bedeutendsten Neuigkeiten betrifft das KfW-Programm 297/298 – Klimafreundlicher Neubau auf dem Effizienzhausstandard 55 (EH55). Laut aktuellen Informationen der KfW (Stand: Mai 2026) wird die Förderung für diesen Standard zum 30. Juni 2026 eingestellt. Wer also noch zu EH55-Konditionen bauen und fördern lassen möchte, muss seinen Antrag vor diesem Datum stellen – denn danach entfällt dieser Förderzugang vollständig.

Was bedeutet das in Zahlen? Beim Programm 297/298 sind aktuell Kredite bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit möglich – mit vergünstigten Zinssätzen, die deutlich unter den üblichen Marktkonditionen liegen. Wer diesen Zug verpasst, muss entweder auf teurere Marktfinanzierungen ausweichen oder den aufwändigeren EH40-Standard anstreben, der andere Anforderungen mitbringt.

Meine klare Empfehlung: Wenn du gerade planst zu bauen und ein EH55-Gebäude realisieren möchtest, lass uns jetzt zusammensetzen. Die Antragsstellung braucht Vorlauf – und der Juni ist schneller da als man denkt.

„Jung kauft Alt" (KfW 308): Zinsen sinken – Chancen steigen

Auf der anderen Seite gibt es auch gute Neuigkeiten: Das KfW-Programm 308 – Jung kauft Alt wurde zum 7. Mai 2026 mit günstigeren Zinssätzen ausgestattet. Dieses Programm richtet sich an Familien mit Kindern, die einen Altbau kaufen und sanieren möchten – und es ist eines der attraktivsten Förderprogramme, die der Bund aktuell anbietet.

Konkret: Familien können über KfW 308 zinsgünstige Darlehen von bis zu 100.000 Euro erhalten, um einen sanierungsbedürftigen Bestandsbau zu kaufen. Die Zinssenkung vom Mai 2026 macht dieses Programm nochmals lukrativer. Besonders interessant: Der Fokus liegt bewusst auf Bestandsimmobilien – also genau den Häusern, die aktuell oft zu deutlich günstigeren Preisen am Markt verfügbar sind als Neubauten.

Was viele nicht wissen: „Jung kauft Alt" kann mit anderen Förderprogrammen kombiniert werden, zum Beispiel mit dem Bundesförderung Effiziente Gebäude (BEG) für die anschließende energetische Sanierung. So lässt sich eine echte Förder-Kombi bauen, die die Gesamtbelastung erheblich senkt.

Was bedeuten diese Änderungen für deine Finanzierungsplanung?

Aus meiner täglichen Beratungspraxis weiß ich: KfW-Änderungen kommen oft schnell – und wer sie verpasst, ärgert sich lange. Deshalb hier die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

  • EH55-Förderung sichern: Wer einen Neubau nach KfW 55-Standard plant, muss den Antrag bis spätestens 30. Juni 2026 einreichen. Danach ist dieses Förderfenster geschlossen.
  • Altbaukauf mit Familie: Wer eine ältere Immobilie kaufen und sanieren möchte, sollte KfW 308 jetzt ernsthaft prüfen – die neuen, günstigeren Zinsen machen das Programm gerade besonders attraktiv.
  • Kombination prüfen lassen: Förderprogramme optimal zu stapeln ist eine Wissenschaft für sich. Als Makler kenne ich die aktuellen Kombinationsregeln und weiß, was gleichzeitig beantragbar ist und was nicht.
  • Frühzeitig beantragen: KfW-Mittel können bei hoher Nachfrage ausgeschöpft sein. Ein frühzeitiger Antrag schützt vor bösen Überraschungen.

Mein Fazit: Jetzt informieren, bevor die Konditionen sich wieder drehen

Der Mai 2026 ist ein guter Moment, um die eigene Finanzierungsstrategie auf den Prüfstand zu stellen. Die EZB hat in den vergangenen Monaten die Zinsen schrittweise gesenkt – das sorgt insgesamt für etwas mehr Spielraum bei der Baufinanzierung. Gleichzeitig zeigen KfW-Änderungen wie diese, dass Förderkonditionen kein Dauerzustand sind. Sie kommen, sie ändern sich, und manchmal laufen sie einfach aus.

Meine Aufgabe als unabhängiger Finanzierungsmakler ist es, dir genau zu sagen, welche Fördertöpfe für dein Vorhaben relevant sind, wie du sie kombinierst und wie du die besten Konditionen bekommst – ohne Bankenjargon und ohne versteckte Interessen. Ich arbeite nicht für eine Bank, ich arbeite für dich.

Wenn du gerade überlegst zu bauen, zu kaufen oder zu sanieren: Meld dich bei mir. Wir schauen gemeinsam, was in deiner Situation möglich ist – ganz entspannt, ohne Druck und ohne Fachchinesisch. Ein erstes Gespräch kostet nichts, bringt aber oft eine Menge Klarheit.

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