Immobilienfinanzierung

Höhere Zinsen – das kostet dich mehr

Banken gehen bei Vollfinanzierungen ein höheres Risiko ein – und lassen sich das bezahlen. Der Zinssatz liegt oft 0,05 bis 0,1 % höher als bei Finanzierungen mit Eigenkapital. Das klingt wenig, summiert sich aber über die Jahre auf mehrere Tausend Euro. Gerade bei hohen Darlehenssummen kann das spürbare Mehrkosten verursachen.

Längere Laufzeiten und höhere Restschuld

Weil du mehr Kapital aufnimmst, brauchst du länger zum Zurückzahlen. Und: Nach der ersten Zinsbindung bleibt oft eine deutlich höhere Restschuld übrig. Das kann die Anschlussfinanzierung spürbar belasten – vor allem, wenn das Zinsniveau bis dahin gestiegen ist.

Beispiel: Bei einer 110 %-Finanzierung über 400.000 Euro kann die Restschuld nach zehn Jahren bei über 300.000 Euro liegen – das bedeutet neue Verhandlungen und eventuell deutlich höhere Raten.

Gefahr bei Wertverlust oder Verkauf

Wenn der Immobilienwert sinkt (z. B. durch Marktentwicklung oder Sanierungsstau), kann es passieren, dass der Darlehensbetrag höher ist als der Verkaufswert. Im schlimmsten Fall droht bei Zahlungsausfall sogar eine Zwangsversteigerung. Das kommt nicht oft vor – aber es ist wichtig, es im Hinterkopf zu behalten.

Eingeschränkter Kreditrahmen für andere Vorhaben

Ohne Eigenkapital ist dein finanzieller Spielraum enger. Weitere Kredite – z. B. für Auto, Renovierung oder unerwartete Kosten – könnten schwerer zu bekommen sein. Die Bank sieht, dass du bereits stark belastet bist.

 

Eine Vollfinanzierung kann eine Lösung sein – aber nur, wenn man die Risiken kennt und bewusst eingeht. Deshalb ist transparente Beratung so wichtig. Ich zeig dir, was geht – aber auch, was nicht passt. So bleibt dein Traum vom Eigenheim tragfähig und realistisch.

Lass uns gemeinsam prüfen, ob’s für dich passt – ohne Druck, aber mit klaren Fakten.